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Aktuelles

Auf dieser Seite informiert die Fachstelle Wolf über Neuigkeiten und Wissenswertes zu den Wölfen in Sachsen und darüber hinaus. Durch einen Klick auf die Überschrift, öffnet sich der Beitrag.

Der Bericht gibt einen Überblick über das Wolfsvorkommen im Freistaat Sachsen im Monitoringjahr 2019/20. Das Monitoringjahr 2019/20 umfasst den Zeitraum vom 1. Mai 2019 bis zum 30. April 2020. Informiert wird unter anderem über die Anzahl der Tiere und die Vorkommensgebiete. Dabei werden die bestätigten 28 Rudel und ein Paar detailliert beleuchtet. Thematisiert werden besondere Vorkommnisse und neuere Entwicklungen in den sächsischen Wolfsfamilien, wie z. B. Doppelreproduktionen. Dargestellt werden auch die Gefährdungen, denen die Wölfe in Sachsen ausgesetzt sind.

Der Statusbericht erscheint jährlich und fasst die Ergebnisse des sächsischen Wolfsmonitorings für das zurückliegende Monitoringjahr zusammen. Der Bericht richtet sich an Fachleute sowie interessierte Bürger.

Statusbericht 2019/2020

Am 11.05.2021 wurde südlich von Spantekow eine tote Wölfin aufgefunden. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich hierbei um die im Sommer 2019 in Sachsen besenderte Wölfin „Juli“. Die Wölfin ist aus dem Neustädter Rudel in Sachsen über Cottbus und Berlin bis nach Mecklenburg-Vorpommern gewandert und hatte sich seit letztem Sommer im Bereich des Landgrabentales angesiedelt.

Die Wanderung der Wölfin konnte durch ihren GPS-Sender nachverfolgt werden. Der Sender war jedoch seit November 2020 nicht mehr funktionsfähig. Die Ansiedelung der Wölfin zusammen mit einem weiteren Wolf im Landgrabental wurde jüngst durch verschiedene Foto- und Videoaufnahmen bestätigt.

Die tote Wölfin wurde umgehend zur Abklärung der Identität und der Todesursache zum Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin gebracht. Dort werden zentral Wolfstotfunde wissenschaftlich untersucht. Offenbar ist „Juli“ an Geburtskomplikationen nach ihrer ersten Trächtigkeit verendet.

https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/lm/Aktuell/?id=169913&processor=processor.sa.pressemitteilung

Nähere Informationen zu "Juli" finden Sie hier.

 

Anhand neuer Erkenntnisse aus analysierten Genetikproben der zurückliegenden Monate, können rückwirkend für das abgeschlossene Monitoringjahr 2019/20 zwei weitere Territorien (Paare) bestätigt werden:

  • Paar Haselbach (HAS)
  • Paar Weisswasser (WSW)

Damit erhöht sich die Zahl bestätigter Territorien (Rudel, Paare und territoriale Einzeltiere) in Sachsen auf insgesamt 31, darunter 28 Rudel und drei Paare.

Nähere Informationen zum Wolfsvorkommen in Sachsen finden Sie hier.

Am Montag den 15. März 2021 verirrte sich ein Wolf in Riesa. Ein Handyvideo zeigt, wie ein PKW-Fahrer den Wolf mit seinem Auto gezielt verfolgt. Das verängstigt wirkende Tier flüchtete in eine Sackgasse und ist durch einen Zaun auf das Betriebsgelände einer Firma gelangt. Wir gehen mittlerweile davon aus, dass der Wolf weitergezogen ist. Auf dem Betriebsgelände ist das Tier seit Montag Mittag nicht mehr gesehen worden und es gibt auch keine Hinweise, die darauf hindeuten, dass sich der Wolf noch auf dem Gelände aufhält. Das LfULG hat hier und hier Stellung dazu bezogen.

Wir möchten darauf hinweisen, dass Wölfe in solchen Situation nicht gehetzt oder in die Enge getrieben werden dürfen, damit diese nicht in Panik geraten. Man sollte ihn mit ausreichendem Abstand beobachten und die Fachstelle Wolf und ggf. die Polizei informieren.

Der Wolfsbestand in Sachsen ist im letzten Monitoringjahr auf insgesamt 29 Territorien angestiegen. Dabei handelt es sich um 28 Rudel und ein Paar. Neu dazugekommen sind die Wolfsterritorien Daubitz II, Neukollm, Rauden  und Hohwald. Während sich die ersten drei jeweils zwischen anderen, bestehenden Rudeln etabliert haben, war das Hohwald-Rudel zwar bereits bekannt, hatte seinen Schwerpunkt aber in den letzten beiden Jahren in Tschechien und wurde dort mitgezählt.

In drei Rudeln gab es jeweils eine Doppelreproduktion. Für die Rudel Knappenrode II, Neustadt/Spremberg und Nochten belegen dies Fotoaufnahmen, sowie genetische Untersuchungen. In den vergangenen Jahren sind bereits mehrfach Doppelreproduktionen nachgewiesen worden.

In 26 der 28 sächsischen Rudel konnte 2019 Reproduktion nachgewiesen werden, insgesamt wurden 96 Welpen bestätigt.

Der Statusbericht erscheint jährlich und fasst die Ergebnisse des sächsischen Wolfsmonitorings für das zurückliegende Monitoringjahr zusammen. Das Monitoringjahr 2018/19 umfasst den Zeitraum vom 01. Mai 2018 bis zum 30. April 2019.

Der Bericht gibt einen Überblick über das Wolfsvorkommen im Freistaat Sachsen im Monitoringjahr 2018/19. Informiert wird unter anderem über das Vorkommensgebiet und die bestätigten 22 Wolfsfamilien, vier Paare und ein territoriales Einzeltier werden detailliert beleuchtet. Zusätzlich werden besondere Vorkommnisse, sowie die Gefährdungen, denen Wölfen ausgesetzt sind, anhand der tot aufgefundenen bzw. getöteten Wölfe dargestellt.

Statusbericht 2018/2019

Seit Montag, 29. Juni gab es am Stadtrand der Landeshauptstadt Dresden, östlich der Dresdner Heide, täglich Übergriffe auf Schafe, bei denen insgesamt 12 Tiere getötet beziehungsweise verletzt wurden. In allen drei Fällen wurde der Wolf als Verursacher mit hoher Sicherheit festgestellt. Die Schafe waren jeweils leichte Beute für den Wolf, da die vorgefundenen Schutzmaßnahmen nicht den geforderten Mindestschutzkriterien entsprachen.

Die Risse ereigneten sich im Bereich der Dresdner Heide. Das Territorium des dort ansässigen Rudels erstreckt sich über die Dresdner Heide und die angrenzenden Felder und Wiesen. Obwohl die Risse nahe der Wohnbebauung stattfanden, bestand für die Bevölkerung keine Gefahr. Wölfe bewegen sich auf ihren Streifzügen durch unsere Kulturlandschaft auch siedlungsnah oder gelegentlich innerhalb der Wohnbebauung. Es handelt sich dabei um kein auffälliges oder gar als dem Menschen gegenüber gefährlich einzustufendes Verhalten. Der Wolf scheut, wie andere Wildtiere auch, den direkten Kontakt zu Menschen.

Hauptsächlich macht der Wolf Jagd auf Wildtiere. Stößt er auf seinen Streifzügen auf unzureichend oder gar nicht geschützte Haus- und Nutztiere, sind diese eine leichte Beute. Wölfe, die immer wieder auf ungeschützte oder nicht ausreichend geschützte Nutztiere treffen, lernen sehr schnell, dass diese deutlich einfacher zu erbeuten sind als wildlebende Beutetiere. Das kann dazu führen, dass Wölfe gezielt versuchen, Nutztiere zu reißen und dabei auch empfohlene Schutzmaßnahmen überwinden.

Aus diesem Grund sollten insbesondere Halter von Schafen, Ziegen und Gatterwild auf einen wirksamen Herdenschutz achten. Dazu gehört auch, die Schutzmaßnahmen regelmäßig auf Schwachstellen zu überprüfen.

Die Bestandserfassung des deutschen Wolfsvorkommens erfolgt innerhalb des Monitoringjahres. Dies entspricht einem biologischen Wolfsjahr, welches am 1. Mai beginnt (Geburt der Welpen) und am 30. April des darauffolgenden Jahres endet.

Zum 30.04.2020 endete das Monitoringjahr 2019/20. Da alle Daten daraufhin zusammenfassend ausgewertet werden müssen, kann in der Regel erst im September mit den endgültigen Daten für das abgeschlossene Monitoringjahr gerechnet werden.

Bisher kann daher für das abgeschlossene Monitoringjahr 2019/20 nur auf den Zwischenstand verwiesen werden, nach dem in Sachsen im Jahresverlauf 2019 bereits 24 Rudel bestätigt werden konnten.

Weitere Informationen hierzu unter Wolfsvorkommen in Sachsen

Regelmäßig informiert das Sächsische Landesamt für Umwelt und Landwirtschaft (LfULG) auch mittels Medieninformation über aktuelle Ereignisse bzw. wichtige Erkenntnisse.

Medieninformationen zu Thema Wolf

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