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Wolfsvorkommen in Sachsen

Informationen über das aktuell laufende Monitoringjahr (MJ) 2019/20 in Sachsen und anderen Bundesländern sowie zu vorhergehenden Monitoringjahren finden Sie auf der Seite der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW).

Insgesamt konnte im laufenden Monitoringjahr bisher in 20 Territorien der Nachweis von Reproduktion durch Aufnahmen von Welpen oder einer Fähe mit Gesäuge erbracht werden (s. Tabelle unten).

Abgeschlossenes Monitoringjahr

Im Monitoringjahr 2018/19 wurden im Freistaat 22 Rudel, 4 Paare und ein territoriales Einzeltier nachgewiesen, deren Territorien größtenteils in Sachsen liegen. In zwei weiteren Gebieten (Raum Moritzburg und Wermsdorfer Forst) ist der Status des Wolfsvorkommens unklar, da von dort nur wenige Wolfsnachweise vorliegen.

Neu dazugekommen sind die Wolfsterritorien Mulkwitz, Neiße, Neusorge, Dresdner Heide, Laußnitzer Heide und Elstra.

Das neue Wolfsrudel im Raum Elstra wurde bestätigt, nachdem am Pfingstmontag 2019 in diesem Gebiet ein Wolfswelpe, der Spaziergängern hinterhergelaufen war, aufgefunden wurde. Er wurde zunächst in eine Auffangstation gebracht, gleichzeitig wurde versucht, den Rendezvous-Platz des Rudels zu lokalisieren. Da dies nicht zeitnah gelang, wurde der Welpe schließlich zur dauerhaften Unterbringung in den Wildpark Lüneburger Heide Tietz KG in Niedersachsen gebracht. Inzwischen wurden im Raum Elstra weitere Welpen bestätigt, bei denen es sich nicht, wie zunächst vermutet, um Nachkommen des Massenei Rudels, sondern um ein neues Vorkommen handelt.

Einige bereits nachgewiesene Territorien haben sich verschoben und ein Rudel existiert nicht mehr. Hierbei handelt es sich um das seit 2011 bekannte Nieskyer Rudel. Der Rüde, mit dem die Nieskyer Fähe zuletzt verpaart war, ist ins Nochtener Territorium gewechselt und war im Monitoringjahr 2018/19 Vater der Nochtener Welpen. Hinweise auf die Nieskyer Fähe („Greta“, FT8) und deren Nachkommen gibt es nicht mehr. Stattdessen hat im Monitoringjahr 2018/19 das Biehainer Rudel das ehemalige Nieskyer Territorium übernommen. Im ehemaligen Biehainer Territorium lebt jetzt das Neusorge Rudel.

Das Wolfspaar im Bereich Authausener Wald war bereits im Monitoringjahr 2017/18 bestätigt und wurde als Dübener Heide bezeichnet. Durch Auswertung aller neuen Daten stellte sich heraus, dass im Bereich der Dübener Heide zwei Wolfsrudel aktiv sind. Eines davon lebt in Sachsen-Anhalt und eines hat seinen Schwerpunkt im Freistaat Sachsen. Letzteres wurde in Authausener Wald umbenannt.

Die Bestandserfassung erfolgt innerhalb des Monitoringjahres. Dies entspricht einem Wolfsjahr, welches am 1. Mai beginnt (Geburt der Welpen) und am 30. April des darauffolgenden Jahres endet.

Karte der Rudelterritorien in Sachsen
Wolfsvorkommen in Sachsen im Monitoringjahr 2018/2019 (Stand Oktober 2019). Die Darstellung der Territorien ist schematisch. Tatsächlich grenzen die einzelnen Territorien überall aneinander oder überlappen sich teilweise. Schraffiert gekennzeichnet sind die Gebieten, in denen der Status unklar ist. Angrenzend an das sächsische Wolfsgebiet gibt es auch in Brandenburg und Polen flächendeckend Wolfspräsenz. Darüber hinaus wurde südlich der sächsischen Vorkommen in Tschechien im Rahmen des OWAD-Projektes drei Wolfsterritorien nachgewiesen.  © LUPUS Institut

Wolfshinweise aus der Bevölkerung sind für das Wolfsmonitoring eine wertvolle Hilfe und können jederzeit an die Landratsämter oder das LUPUS Institut für Wolfsmonitoring und -forschung (Tel. 035727 57762, Email: kontakt@lupus-institut.de ) gemeldet werden.


Auch die Fachstelle Wolf am Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) (Tel. 035242 631 8201, Email: fachstellewolf.lfulg@smul.sachsen.de ) nimmt Hinweise entgegen und steht darüber hinaus für jegliche Fragen zum Thema Wolf zur Verfügung.

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