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Landesprogramm Besenderung

Im Zuge der Neuausrichtung des Sächsischen Wolfsmanagements ist 2019 im Auftrag des Freistaats Sachsen ein mehrjähriges Landesprogramm zur Besenderung von Wölfen aufgelegt worden. Im Rahmen dieses Programmes soll das LUPUS – Institut für Wolfmonitoring und Wolfsforschung in Deutschland über die nächsten Jahre in verschiedenen Rudeln Wölfe mit Halsbandsendern ausstatten, um bessere Daten über die Raumnutzung von Wölfen in der sächsischen Kulturlandschaft zu erhalten. Die so gewonnenen Daten sind eine wertvolle Ergänzung zum herkömmlichen Wolfsmonitoring. Besonders in einer Region wie der sächsischen Oberlausitz, in dem der Wolfsbestand in den letzten Jahren nicht nur gewachsen ist, sondern sich auch weiter verdichtet hat.

Außerdem kann der Bevölkerung mit Hilfe der besenderten Tiere anschaulich erklärt werden, wie Wölfe in der sächsischen Kulturlandschaft leben.

Nachfolgend finden Sie Informationen zu den einzelnen Tieren, welche seit 2019 in Sachsen mit einem Halsbandsender ausgestattet wurden.

Die Wölfin FT14 (»Rona«) wurde etwa zwei Wochen nach »Cora« Mitte März gefangen und besendert. Sie ist eine inzwischen zweijährige Halbschwester von FT13 (»Cora«) und war zum Zeitpunkt des Fanges etwa 22 Monate alt. Demnach ist sie im Frühjahr 2019 geboren worden. Seit November 2020 ist der Ostteil des Truppenübungsplatzes mit einem ASP-Zaun (zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest) umzäunt. FT14 nutzte seit ihrer Besenderung den gesamten umzäunten Bereich. Sowohl im Norden als auch im Süden, im Osten und im Westen wurde die Wölfin direkt am ASP-Zaun lokalisiert. Anhand ihres Bewegungsmusters ergibt sich der Eindruck, dass sie immer wieder nach einer Stelle sucht, den Zaun zu überwinden. Auch im Bereich des ASP-Zaunes vorgefundene Spuren deuten darauf hin, dass die Wölfe den Zaun nicht beliebig überwinden.

Spuren entlang eines ASP-Zaunes
Spur im Schnee entlang eines ASP-Zaunes auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz.  © LUPUS

In den ersten Monaten ihrer Besenderung nutzte FT14 ein Gebiet von 101 km².

Verbindungen zwischen den Lokationen der besenderten Wölfe im Überblick
Gebietsnutzung der besenderten sächsischen Wölfe (MT8 »Peter«, FT13 »Cora«, FT14 »Rona«, FT15 »Lea«) in den Territorien Mulkwitz (MUL), Nochten (NO) und Daubitz II (DZII).(Stand Juli 2021)   © LUPUS

FT15 ging am 24. März in eine Falle auf dem Gebiet des Rudels Nochten. Es handelt sich bei ihr um einen Welpen des Vorjahres. Zum Zeitpunkt des Fangs war sie etwa 11 Monate alt und wog 30 Kilogramm.

Lea - Aufwachen nach der Narkos © LUPUS

An beiden Oberschenkeln hatte sie erhebliche Bissverletzungen, die aber schon ausheilten. Damit sie kurz nach dem Aufwachen nicht in angrenzende Wasserstellen oder auf eine Straße laufen konnte, wurde sie in eine Aufwachbox gelegt. FT15 hält sich nach wie vor in ihrem Elternterritorium auf. In der ersten Woche bis Ende März nutzte sie eine Fläche von 68km² MCP100. Die von ihr zurückgelegte Strecke betrug in dieser Woche mindestens 77 km. Mit Stand Mitte Juli sind die Daten zur Gebietsnutzung repräsentativer. Seither nutzte FT15 eine Fläche von 126 km² MCP 100.

Anfang April 2020 wurde der Wolfsrüde MT8 (»Peter«) besendert. Seine ersten Senderdaten wiesen darauf hin, dass er der Rüde des Rudels Mulkwitz ist. Die genetische Untersuchung hat dies bestätigt. Das Territorium des Rudels Mulkwitz liegt zwischen den Territorien Nochten und Neustadt. Das Rudel wurde erst im Sommer 2019 nach dem Fund eines toten Welpen bestätigt. Der Welpe wurde der neuen Verpaarung zugeordnet. Dies wiederum hatte zur Folge, dass eine junge Wolfsfähe, die im Vorjahr im Gebiet genetisch beprobt worden war, ebenfalls als Tochter der neuen Verpaarung identifiziert werden konnte. Damit wird das Territorium Mulkwitz rückwirkend für das Monitoringjahr 2018/19 als Rudel geführt und für 2017/18 als Paar.

Seit seiner Besenderung zeigt MT8 die typische Raumnutzung eines territorialen Wolfs. Er bewegt sich überwiegend innerhalb des eigenen Territoriums. Gleichzeitig werden die Grenzen zu den benachbarten Territorien immer wieder kontrolliert und abgeklärt, ob das eigene Territorium ausgedehnt werden kann. Wahrscheinlich ist FT11 (»Lotta«) bei solchen Revierstreitigkeiten getötet worden.

Das von MT8 seit April genutzte Territorium hat, abzüglich von zwei Exkursionen nach Südbrandenburg im Juli 2020 und in die rekultivierten Flächen südlich von Weißwasser im März 2021, eine Größe von 105 km² MCP100 bzw. 53 km² MCP95. Ca. ein Fünftel des MCP100 ist aktiver Tagebau und damit für den Wolf nicht nutzbar.

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(© LUPUS)
Peter (MT8), aufgenommen im Mai im Territorium Mulkwitz
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(© LUPUS)
Peter folgt einer Spur im Schnee
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(© LUPUS)
Peter folgt einer Spur im Schnee
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(© LUPUS)
Peter folgt einer Spur im Schnee
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(© LUPUS)
Peter folgt einer Spur im Schnee

FT13 (»Cora«) ist eine 2020 geborene Welpenfähe des Rudels Daubitz II, die noch mit ihrem Geburtsrudel mitläuft. Sie konnte am 3. März gefangen, untersucht, vermessen und mit einem Senderhalsband ausgestattet werden. Zum Zeitpunkt ihrer Besenderung wog sie 28 Kilogramm und machte einen insgesamt gesunden Eindruck. Bereits nach 40 Minuten lies die Wirkung der Betäubung nach. Kurze Zeit später hob sie bereits den Kopf. Cora wachte in Ruhe, etwas abseits des Weges, in einem Kiefernwald auf. 

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(© LUPUS)

FT13 »Cora« wacht nach ihrer Besenderung auf.

FT13 »Cora« wacht nach ihrer Besenderung auf.
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(© Bundesforst)
FT13 »Cora« - Aufnahmen einer Wildtierkamera auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz
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(© Bundesforst)
FT13 »Cora« - Aufnahmen einer Wildtierkamera auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz
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(© Bundesforst)
FT13 »Cora« - Aufnahmen einer Wildtierkamera auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz
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(© Bundesforst)
FT13 »Cora« - Aufnahmen einer Wildtierkamera auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz
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(© Bundesforst)
FT13 »Cora« - Aufnahmen einer Wildtierkamera auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz

FT13 nutzte seit ihrer Besenderung den gesamten (eingezäunten) Ostteil des Truppenübungsplatzes Oberlausitz. Am 4. April sendete der Sender von FT13 eine Mortalitätsmeldung. Eine Mortalitätsmeldung wird abgesetzt und per Email verschickt, wenn sich der Sender über eine längere Zeit nicht bewegt. Bei der sofortigen Vor-Ort-Kontrolle wurde das Senderhalsband von FT13 gefunden. Das Halsband war stark zerbissen. Wahrscheinlich wurde FT13 das Halsband bei Rangeleien mit anderen Rudelmitgliedern über die Ohren gezogen. Beim Anlegen des Halsbandes wird darauf geachtet, dass der Wolf es sich nicht selbst abstreifen kann. Zu eng darf das Halsband jedoch auch nicht anliegen, um das Tier nicht zu behindern. So, wie ein Hund sich aus einem Halsband winden kann, wenn er mit aller Kraft rückwärts gegen die Leine zieht, so ist es vorstellbar, dass auch ein Wolf sich befreien kann. FT13 hat das Halsband am 3. April 2021 um 21h23 Uhr verloren. An der letzten Lokation um 21 Uhr war FT14 (»Rona«) ebenfalls anwesend. Dies war das einzige Mal seit der Besenderung von FT14, dass beide Wölfe zeitgleich am selben Ort lokalisiert wurden.

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(© LUPUS)

Das zerbissene Senderhalsband von FT13 »Cora«.

Coras Senderhalsband zeigt Bissspuren
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(© LUPUS)
Coras Senderhalsband liegt auf einer Wiese

In dem Monat ihrer Besenderung nutzte FT13 ein Gebiet von 80km². Sie legte dabei eine Strecke von mindestens 267km zurück. In diesem Zeitraum wurden 485 Lokationen erfolgreich übermittelt.

Gebietsnutzung von FT13 und FT14 in ihrem Rudelterritorium.
Gebietsnutzung von FT13 »Cora«, FT14 »Rona« im März in ihrem Territorium Daubitz II (DZII). Sämtliche Lokationen lagen bis Ende März innerhalb des ASP-Zaunes.  © LUPUS

MT7 (»Hans«) ist ein erwachsener Sohn des Rudels Dauban. Er hatte am 30. Dezember 2019 für Aufsehen gesorgt, als er sich in Görlitz in einen Hinterhof verirrte und durch ein Kellerfenster eines der dortigen Häuser gesprungen war. Nachdem der Wolf von einem Tierarzt betäubt und untersucht worden war, und feststand, dass er kaum verletzt war, wurde beschlossen, ihn wieder in die Freiheit zu entlassen. Vorher wurde er noch mit einem Halsbandsender ausgestattet, um seine Aktivität überwachen zu können.

Kurz nach seiner Freilassung in einem ruhigen Waldstück begab sich MT7 mitten in das Kerngebiet des Rudels Dauban und verbrachte dort die nächsten acht Tage. Erst die genetischen Untersuchungen zeigten später, dass »Hans« ein fast drei Jahre alter Sohn dieses Rudels ist (2017 geboren).

Seither hielt er sich überwiegend im Daubaner Wald auf, bis auf einige Ausflüge nach Polen oder auch nach Westen. Anfang März 2020 wurde MT7 auf einem seiner Ausflügen von einem Auto erfasst. Dies ergaben genetische Analysen. Von seinen Verletzungen hat er sich, nachdem er sich zunächst kleinräumig in einem Teichgebiet aufhielt, wieder erholt. 

Wolf MT7 Hans ist im Daubaner Wald zu sehen
MT7 (»Hans«) Anfang Januar 2020 im Daubaner Wald.  © Axel Gebauer
MT7 BEwegungen
Bewegungsdaten von MT7 (»Hans«) seit seiner Besenderung und schematische Darstellung der Territorien in der Lausitz. Auch auf polnischer Seite ist das Gebiet flächendeckend mit Wolfsterritorien belegt.  © LUPUS

Im April unternahm MT7 vom Territorium Dauban aus Ausflüge nach Westen und Osten, bis er von Anfang Mai an Signale aus der Königsbrücker Heide sendete. Dort verstummte der Sender nach dem 5. Mai. Fünfzehn Tage später wurde der Sender dann mittels VHF-Ortung ausfindig gemacht. Offenbar hatten sich die Schrauben am Senderhalsband vorzeitig gelöst. Einige Zeit später konnte „Hans“ auf einem Foto einer automatischen Wildkamera identifiziert werden. Das Bild entstand fünf Tage nachdem er sein Senderhalsband verloren hat. Ob sich der Wolf aktuell weiterhin im Gebiet der Königsbrücker Heide aufhält, ist unbekannt.

Bewegungsverhalten von MT7 im April und Anfang Mai bis zum Verlust seines Halsbandes.  © LUPUS
MT7 am 12. Mai, fünf Tage nachdem er sein Halsband verloren hat, in der Königsbrücker Heide.  © SBS, NSG Königsbrück

(»Juli«) wurde am 28.07.2019 ebenfalls am Rande des Territoriums Neustadt gefangen und besendert. Sie war eine jüngere Schwester von FT11 und wurde 2018 geboren. Im Herbst 2019 hatte FT12 begonnen, Exkursionen in unterschiedliche Himmelsrichtungen zu unternehmen. Zunächst erkundete sie die Gegend südlich und südöstlich des Territoriums Neustadt. Anschließend wandte sie sich nach Norden und hielt sich längere Zeit im Welzow sowie im Teichland Territorium (jeweils Brandenburg) auf, kehrte jedoch zwischendurch stets in ihr elterliches Territorium zurück. Ende Januar unternahm sie ihre erste längere Exkursion, die sie bis an die Stadtgrenze von Berlin brachte. Der A15 nach Norden folgend querte sie auf Höhe Schönefelder Kreuz erst die A10 und später die Stadtautobahn A117, um dann in einer aus Wolfssicht Sackgasse am Rande der Großstadt zu landen. Vier Tage und Nächte harrte die Wölfin in einem Waldstück am südöstlichen Rand von Berlin aus, bevor sie dieses wieder zügig nach Süden verließ. Innerhalb weniger Tage kehrte sie nach Süd-Brandenburg zurück.

Mitte Februar unternahm »Juli« noch einen letzten kurzen Abstecher in ihr Geburtsterritorium bevor sie sich erneut auf Wanderung nach Norden begab. Ihr Weg führte sie zunächst nach Polen auf Höhe von Guben (Brandenburg) und schließlich bis an die Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern. Dieses Mal machte sie auf ihrer Wanderung einen weiten Bogen um Berlin. Anfang März endete ihre Reise zunächst am Saaler Bodden zwischen Rostock und Stralsund. Anschließend lief sie wieder ein Stück zurück nach Süden.

Innerhalb von vier Wochen (vom 16. Februar bis zum 16. März) hatte die junge Wölfin, die zu Hause in den ersten Monaten ihrer Besenderung sehr kleinräumig unterwegs war, mehr als 784 km zurückgelegt und dabei mindestens fünfmal Autobahnen überquert (A15, A12, A11).

Bewegungsmuster FT 12
Gebietsnutzung von FT12 (»Juli«) im ersten Quartal 2020.  © LUPUS

Seit April 2020 hielt sich »Juli« im Bereich des Landgrabentals zwischen Friedland und Anklam auf. Von dort aus unternahm sie kürzere Ausflüge in die Ueckermünder Heide bei Torgelow, kehrte jedoch wieder zurück in das Gebiet. Ab Mitte Oktober 2020 galt FT12 entsprechend der Monitoringstandards als territorial. Am 18. November 2020 verstummte der Sender von FT12 nach 479 Tagen aufgrund der schwachen Batterie. Ohne die anfänglichen Ausflüge in die Brohmer Berge und den Torgelower Wald hatte das von FT12 genutzte Territorium Landgrabental (LGT) eine Größe von 333 km² MCP100 bzw. 203km² MCP95 (15.04. – 18.11.2020). Im April 2021 wurde Juli auf einem Video gemeinsam mit einem anderen Wolf nachgewiesen. Am 11.05. wurde "Juli" tot und hochträchtig aufgefunden. Sie ist wahrscheinlich durch Geburtskomplikationen zu Tode gekommen.

Lokationen FT12 Julie
Gebietsnutzung von FT12 zwischen April bis November 2020.  © LUPUS

Die Wölfin FT11 (»Lotta«) war am 20.07.2019 am Rande des Territoriums Neustadt besendert worden. Als erwachsene Tochter des Rudels Neustadt (2017 geboren) zog sie 2019 in ihrem Elternterritorium neben ihrer Mutter selber Welpen auf und zeigte seit ihrer Besenderung die Raumnutzung eines territorialen Wolfes. Im Februar 2020 nutzte FT11 ausschließlich den nördlichen, überwiegend auf Brandenburger Seite liegenden Teil des Territoriums Neustadt. Aktuell ist unklar, ob es zu einer Verschiebung des Rudels Neustadt gekommen ist oder zu einer Aufteilung des Territoriums zwischen Mutter und Tochter. Nach dem 26. Februar 2020 verstummte »Lottas« Sender. Es war unklar, ob die Wölfin noch lebte oder gestorben war. Am 24. März 2020 wurde dann ein VHF Signal mittels Richtantenne empfangen und der Kadaver von »Lotta« gefunden. Sie war in Folge massiver Bissverletzungen, die von Revierstreitigkeiten stammen, gestorben.

In den sieben Monaten, in denen ihr Sender Daten übermittelte, nutzte die Wölfin ein Territorium von 205 km² (MCP100*) bzw. 117 km² (MCP95*). In Abbildung 9 lässt sich anschaulich nachvollziehen, wie FT11 (»Lotta«) den Raum zwischen den angrenzenden Rudelterritorien nutzte. Die Lage der Rudelterritorien ist schematisch dargestellt. Das Territorium Neustadt liegt im Grenzbereich zwischen Sachsen und Brandenburg. Im Norden grenzen zwei Brandenburger Territorien an: Welzow (WE) und Hornow (HO). Auf sächsischer Seite grenzen folgende Wolfsterritorien an das Neustädter Gebiet an: Knappenrode/Seenland (KN_SL), Knappenrode II (KN II), Milkel (MI) und Mulkwitz (MUL).

FT 11 Bewegung
Gebietsnutzung von FT11 (»Lotta«) für den Zeitraum in dem ihr Sender Daten lieferte sowie ungefähre Lage der angrenzenden Territorien.  © LUPUS

Das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) berichtet regelmäßig in Medieninformationen über die Aktivitäten der aktuell besenderten Wölfen. Hier finden Sie bereits veröffentlichte Medieninformationen:

 

Begriffserklärung:

MCP100 = die durch die Verbindung der äußeren Lokationen entstandene Fläche (Minimum Convex Polygon-Methode)

MCP95 = im Unterschied zum MCP100 werden zuvor die 5 % der Lokationen entfernt, die am stärksten von den anderen abweichen.

FT / MT = jeder Wolf der mit einem Halsbandsender ausgestattet wurde bekommt eine fortlaufende Nummer, die bei den Weibchen mit FT (f = female = weiblich, t = telemetry = Telemetrie) und bei den Männchen mit MT (m = male = männlich, t = telemetry = Telemetrie) beginnt.

Weitere Informationen zu Methodik und Hintergrund der Telemetrie finden Sie hier:

Monitoring und Forschung – Telemetrie / Besenderung

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