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Wolfsvorkommen in Sachsen

Informationen über das aktuell laufende Monitoringjahr (MJ) 2018/19 in Sachsen und anderen Bundesländern sowie zu vorhergehenden Monitoringjahren finden Sie auf der Seite der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW).

Abgeschlossenes Monitoringjahr

Im Monitoringjahr 2017/18 wurden im Freistaat 18 Rudel und 4 Paare (DEL, DUE, GHD und KH) nachgewiesen, deren Territorien größtenteils in Sachsen liegen. In einem weiteren Gebiet (Laußnitzer Heide) ist der Status des Wolfsvorkommens unklar, da von dort nur wenige Wolfsnachweise vorliegen. Die Auswertung der Genetikdaten ergab, dass es im Raum  Knappenrode ein neues Rudel gibt, dass als Knappenrode II bezeichnet wird. Das ursprünglich dort ansässige Knappenrode-Rudel hat sein Kerngebiet 2016/17 nach Norden ins Kerngebiet des Seenland-Rudels verlagert und letzteres verdrängt. Zur besseren Unterscheidung wird es aktuell als Knappenrode/Seenland-Rudel bezeichnet.

Die Auswertung der Genetikproben ergab auch, dass das im Bereich der Massenei vermutete neue Rudel nicht als eigenes Vorkommen bestätigt werden konnte. Vielmehr gehören die Wölfe dort  offenbar zum Hohwald-Rudel, das ein deutlich größeres Territorium beansprucht als vermutet. Die Paare DEL, DUE und GHD konnten 2017/18 erstmals bestätigt werden.

Die Bestandserfassung erfolgt innerhalb des Monitoringjahres. Dies entspricht einem Wolfsjahr, welches am 1. Mai beginnt (Geburt der Welpen) und am 30. April des darauffolgenden Jahres endet.

Karte der Rudelterritorien in Sachsen
Wolfsvorkommen in Sachsen im Monitoringjahr 2017/2018 (Stand Oktober 2018). Die Darstellung der Territorien ist schematisch. Tatsächlich grenzen die einzelnen Territorien überall aneinander oder überlappen sich teilweise. Schraffiert gekennzeichnet ist das Gebiet Laußnitzer Heide, in dem der Status unklar ist. Angrenzend an das sächsische Wolfsgebiet gibt es auch in Brandenburg und Polen flächendeckend Wolfspräsenz. Darüber hinaus wurde südlich der sächsischen Vorkommen in Tschechien im Rahmen des OWAD-Projektes ein Wolfsterritorium im Nationalpark Tschechische Schweiz (NCS) und eines im Erzgebirge (VYS) nachgewiesen.  © LUPUS Institut

Wolfshinweise aus der Bevölkerung sind für das Wolfsmonitoring eine wertvolle Hilfe und können jederzeit an die Landratsämter oder das LUPUS Institut für Wolfsmonitoring und -forschung (Tel. 035727 57762, Email: kontakt@lupus-institut.de ) gemeldet werden.


Auch die Fachstelle Wolf am Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) (Tel. 035242 631 8201, Email: fachstellewolf.lfulg@smul.sachsen.de ) nimmt Hinweise entgegen und steht darüber hinaus für jegliche Fragen zum Thema Wolf zur Verfügung.

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