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Sächsische Wolfsmanagementverordnung

»Verordnung der Sächsischen Staatsregierung und des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft über das Wolfsmanagement im Freistaat Sachsen und zur Änderung der Sächsischen Jagdverordnung und der Sächsischen Waffenrechtsdurchführungsverordnung« (SächsWolfMVO).

Ziel der Verordnung ist ein umfassendes Wolfsmanagement im Freistaat Sachsen. Konflikte mit Wölfen sollen so weit wie möglich vermieden werden. Falls dennoch Konflikte entstehen, soll diesen schnell und rechtssicher begegnet werden.

Zur Vermeidung von Konflikten dienen insbesondere die Verpflichtung zur Aufstellung eines Managementplans, die Konzeption und Umsetzung eines landesweiten Besenderungsprogramms und das Verbot, Wölfe anzulocken, zu füttern oder sich zielgerichtet einem Wolf anzunähern. Wenn es trotz umfassender Präventionsmaßnahmen zu Konflikten mit dem Wolf kommt, lässt der Verordnungsentwurf die Entnahme für typisierbare Fallgestaltungen rechtssicher zu.

Die Verordnung ist am 1. Juni 2019 in Kraft getreten.

Besonderer Schutz von Schafen und Ziegen in bestimmten Gebieten

Karte mit Gebieten, in denen Schaf- und Ziegenhaltung für den Fortbestand bestehender schützenswerter Landschaften von erheblicher Bedeutung ist  © LfULG

Bestimmung von Gebieten, in denen die Schaf- und Ziegenhaltung für den Fortbestand bestehender schützenswerter Landschaften von erheblicher fachlicher Bedeutung ist

Nach § 9 Abs. 1 SächsWolfMVO sind Gebiete ausgewiesen, welche nur durch Beweidung durch Schafe und Ziegen erhalten werden können. Grundlage ist die FFH-Maßnahmenplanung und Landwirtschaftsförderung.  Unter bestimmten Bedingungen können Wölfe aus diesen  Gebieten entnommen werden.

Folgende Gebiete sind fachgutachterlich ermittelt worden:

  1. NSG »Großer Weidenteich« (Vogtlandkreis)
  2. NSG »Syrau-Kauschwitzer Heide« (Vogtlandkreis)
  3. NSG »Alte See - Ruhmberg« (Landkreis Leipzig)
  4. NSG »Am Spitzberg« (Landkreis Leipzig)
  5. NSG »Gohrischheide und Elbniederterrasse Zeithain«, Teilfläche Tankodrom (Landkreis Meißen)
  6. FFH-Gebiet »Dresdener Heller« (Stadt Dresden) mit angrenzendem ehemaligen Hubschrauberlandeplatz
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